Schlagwort-Archiv: Pflege

Barfuß durchs Leben – oder zumindest durch den Sinneswandelpfad

Manchmal braucht es gar nicht viel, um den Kopf freizubekommen: Schuhe aus, Füße auf den Boden und gemeinsam loslaufen. Genau das haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei unserer Barfußwanderung auf dem Sinneswandelpfad in Bad Boll, unter der Leitung und Expertise des Barfuß-Gehers Jürgen Hirsch (https://barfusswandermitjuergenbadenwuerttem.com/), erlebt.

Die Leute waren gespannt auf die Wanderung, diese fand an zwei Terminen und in zwei Gruppen statt. Und eines hatten beide Tage gemeinsam: bestes Sommerwetter – oder anders gesagt: ziemlich heiß! Da wurde der eine oder andere Wegabschnitt zur kleinen Mutprobe. Da der Pfad größtenteils durch den Wald führte, gab es zum Glück unterwegs immer wieder schattige Passagen und angenehme Naturerlebnisse, die für eine willkommene Abkühlung sorgten.

Der Sinneswandelpfad bot jede Menge abwechslungsreiche Untergründe – weich, steinig, kühl, warm und manchmal auch überraschend pieksig. Spätestens hier zeigte sich: Unsere Füße können deutlich mehr, als sie im Alltag meistens dürfen. Es wurde gelacht, ausprobiert und natürlich auch darüber sinniert, welcher Untergrund der angenehmste war.

Neben dem Barfußlaufen stand vor allem das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt. Abseits des Arbeitsalltags blieb Zeit für Gespräche, gemeinsames Lachen und einen entspannten Spaziergang durch die Natur. Solche Momente stärken nicht nur die Füße, sondern auch den Teamgeist.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren! Es hat uns sehr gefreut, dass so viele mitgemacht und sich auf dieses kleine Abenteuer eingelassen haben. Und wir hoffen natürlich, dass alle Füße die Wanderung ohne bleibende Schäden überstanden haben – auch wenn der eine oder die andere beim Anblick des nächsten Kieswegs vermutlich kurz gezögert hat. 😉

Die Pflegereform darf kein PNOGcchio-Gesetz werden

Die Bundesregierung plant eine „Pflegereform“ (PNOG), welche in der derzeit geplanten Form für uns als Pflegedienst als auch für die Patienten erhebliche Belastungen mit sich bringt.

Keine Ungleichbehandlung bei der Refinanzierung von Gehältern
Die Politik hat gesetzlich dafür gesorgt, dass alle Pflegekräfte auf Tarifniveau bezahlt werden. Jetzt zeigt sie der Hälfte der Branche eine lange Nase und führt im GKV-Bereich eine Ungleichbehandlung tarifungebundener bzw. privater Einrichtungen im Bereich der ambulanten häuslichen Krankenpflege, Haushaltshilfe und außerklinischen Intensivpflege gegenüber tarifgebundenen Einrichtungen bei der Refinanzierung von Gehältern ein. Das schlägt dem Fass den Boden aus und kommt einer gesetzlich verordneten Wettbewerbsverzerrung gleich. Eine solche Regelung darf in keinem Fall Einfluss in einem zukünftigen PNOG finden. 

Keine Zerschlagung der Beratungsstrukturen
Die Politik hat mit der Pflegeversicherung auch gut ausgebaute Beratungsstrukturen ermöglicht und mit den Beratungsbesuchen nach § 37 Abs. 3 SGB XI sowie „45er Schulungen“ pflegender Angehöriger im Bereich des SGB XI viele tausend ambulante Pflegedienste strukturell eingebunden. Sie haben damit einen wichtigen Beitrag zum Verbleib vieler pflegebedürftiger Menschen in ihrem vertrauten Zuhause geleistet. Jetzt zeigt sie den Pflegediensten die lange Nase und will diese etablierten Strukturen zerschlagen, um sie bei Kassen und Kommunen wieder aufzubauen. Verloren gehen dabei Praxiserfahrung und die unmittelbare Nähe zu den Betroffenen. Für die geplante Pflegebegleitung müssen bis zu 20.000 Pflegefachkräfte der direkten Versorgung entzogen werden, was den Fachkräftemangel vergrößert.

Keine Einschränkung von ambulanten Angeboten
Pflegedienste müssen durch gesetzliche Vorgaben ein breites Angebot an Leistungen vorhalten. Nun zeigt ihnen die Politik die lange Nase, indem bewährte ambulante Leistungen und flexible Entlastungsangebote erheblich eingeschränkt werden bzw. von ambulanten Pflegediensten zukünftig nicht mehr erbracht werden dürfen. Leistungen eines neuen Sozialraumbudgets sollen 16.000 Pflegedienste nicht erbringen dürfen und die eigenständige Leistung der Verhinderungspflege wird quasi gestrichen. Die Tagespflege wird geschwächt, weil der Entlastungsbetrag nicht mehr für die Kosten von Unterkunft und Verpflegung eingesetzt werden kann. Das bringt die ambulante Versorgung in unnötige Turbulenzen. 

Keine Ignoranz gegenüber dem Personalmangel
Die größte Belastung für die pflegerische Versorgung ist der Mangel an Personal. Der Gesetzentwurf ignoriert diese Problematik vollständig und schafft zusätzliche Belastungen für die Teams und Arbeitgeber. Kluge Konzepte wie die Kompetenzvermutung, die von allen relevanten Akteuren in der Pflege unterstützt wird und sofort tausende Mitarbeitende als internationale Fachkräfte in die Versorgung bringen würde, werden ignoriert. Das ist fahrlässig angesichts der Herausforderungen, die die demografische Entwicklung in den nächsten Jahren mit sich bringt.

2025 – Neues bei den Pflegesätzen

2025: Mehr Geld und Flexibilität in der Pflegeversicherung

Gute Nachrichten für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen: Ab dem 1. Januar 2025 gibt es höhere Leistungen in der sozialen Pflegeversicherung. Zusätzlich wird ab 1. Juli 2025 die Nutzung von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege erleichtert. Diese Änderungen sollen Familien mit Pflegebedarf finanziell entlasten und ihnen mehr Flexibilität im Pflegealltag ermöglichen.

Erhöhung der Pflegeleistungen ab Januar 2025

Zum Jahresbeginn steigen die monatlichen Pflegesach- als auch die Pflegegeldleistungen für Pflegebedürftige in der häuslichen Pflege. Das bedeutet, dass pflegebedürftige Menschen mehr finanzielle Unterstützung erhalten, z.B. wenn sie professionelle Pflegedienste in Anspruch nehmen. Die neuen Beträge im Vergleich zu den bisherigen Leistungen:


Zusätzlich steigt der Entlastungsbetrag für Pflegebedürftige auf 131 € pro Monat.

Mehr Flexibilität bei der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege ab Juli 2025

Ein wichtiger Fortschritt kommt ab 1. Juli 2025: Die bislang getrennten Budgets für Verhinderungspflege (wenn eine private Pflegeperson vorübergehend ausfällt) und Kurzzeitpflege (vorübergehende stationäre Pflege) werden zusammengelegt. Pflegebedürftige haben dann die Möglichkeit, den gesamten Jahresbetrag von
3.539 € flexibel für beide Leistungen zu verwenden.

Das bedeutet:

  • Familien können das Budget je nach Bedarf aufteilen, ohne an starre Regeln gebunden zu sein.
  • Wenn eine Pflegeperson vorübergehend ausfällt (z. B. durch Urlaub oder Krankheit), können die finanziellen Mittel flexibler für Ersatzpflege genutzt werden.
  • Kurzzeitpflegeeinrichtungen können einfacher finanziert werden, wenn kurzfristig eine stationäre Unterbringung nötig ist.

Diese Änderungen erleichtern es pflegenden Angehörigen, eine Pause einzulegen oder unerwartete Ausfälle besser zu überbrücken.

Herausforderungen für Pflegebedürftige und Angehörige

Die neuen Regelungen bringen Vorteile, aber erfordern auch eine bessere Planung. Familien müssen künftig darauf achten, wie sie ihr Pflegebudget nutzen, damit keine Gelder verloren gehen. Besonders bei der neuen Regelung zur Jahresbudget-Nutzung ist es sinnvoll, sich frühzeitig beraten zu lassen.


Fazit: Mehr Unterstützung, aber auch mehr Eigenverantwortung

Die Reform der Pflegeversicherung bringt 2025 wichtige Verbesserungen:

Mehr Geld für Pflegesachleistungen und höhere Pflegegeldbeträge
Mehr Flexibilität bei der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege
Bessere Entlastung für pflegende Angehörige

Allerdings bedeutet die neue Flexibilität auch, dass sich Pflegebedürftige und ihre Familien intensiver mit den Leistungen auseinandersetzen müssen, um sie optimal zu nutzen. Wer sich frühzeitig informiert und gut plant, kann von den neuen Regelungen bestmöglich profitieren.

Für eine individuelle Beratung zu den neuen Pflegeleistungen lohnt es sich, mit einer Pflegekasse oder einem Pflegeberatungsstelle oder einfach mit Ihrem Pflegedienst Kontakt aufzunehmen.

Mützenich-Äußerungen im TV: „Ignorant und schäbig.“

Mit seiner Äußerung in einer ARD-Fernsehsendung hat SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Mützenich für Ärger und Empörung gesorgt.
Zitat: „Es geht auch um die schwarzen Schafe, die sich in der Pflegeversicherung tummeln… und da sind leider oft auch private Anbieter, die sehr schnell absaugen und den Rest der Wohlfahrtspflege überlassen…“

Auch wir sind als privater Pflegedienst über diese ignorante und respektlose Aüßerung entsetzt und haben uns entschlossen die Pressemitteilung unseres Dachverbands hier zu veröffentlichen:

Pressemitteilung des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)

Mützenich erweckt mit den Äußerungen den Eindruck, dass die privaten Pflegedienste für die wirtschaftliche Lage der Pflegeversicherung verantwortlich seien und in krimineller Weise von der Pflegeversicherung finanzielle Mittel absaugen. Herr Mützenich beschädigt damit das Lebenswerk aller engagierten Pflegeunternehmer, welche seit Einführung der Pflegeversicherung einen erheblichen Beitrag zur Absicherung und Lebensqualität von Pflegebedürftigen und deren Familien geleistet haben.

Fortbildung: Hautpflege bei Patienten mit chronischen Wunden

Und wieder wurde eine InHouse-Schulung für die Pflegekräfte in unserem kleinen, sympathischen Team durchgeführt, es ist ja auch wichtig sich regelmäßig fortzubilden und am Ball zu bleiben, die neuesten Erkenntnisse unserer Branche zu erfahren oder einfach das vorhandene Wissen aufzufrischen.

Diesmal ging es um das Thema „Hautpflege bei Patienten mit chronischen Wunden – Ein komplementäres Pflegekonzept!“
Die Dozentin , Frau Susanne C. Joos, ist Krankenschwester, Aromapraktikerin AIDA, Fachfrau für komplementäre Pflege und ICW® Wundexpertin an der Klink am Eichert, Göppingen.

Um zu verstehen, was unsere Haut überhaupt benötigt wurde zuerst der Aufbau und die Funktion der Haut besprochen. So können dann die häufigen Hautprobleme unserer Patienten besser verstanden werden. Diese sind u.a. ein geschwächtes Immunsystem, Nebenwirkungen von Medikamenten, Diabetes, sogenannte Altershaut oder Durchblutungsstörungen wie pAVK oder CVI. Die Dozentin erläuterte eindrücklich, wie bei diesen „alltäglichen“ Problemen die Haut mit natürlichen Pflegeprodukten unterstützt werden kann.
Danach wurde die spezielle Pflege bei besonders problematischen Hautsituationen Intertrigo, IAD sowie die Hautpflege bei Strahlentherapie und ulcerierenden Tumoren besprochen.

Als Multitalent bei den verschiedensten Hautpflegeprodukten ist dabei besonders das Olivenöl hervorzuheben. Es wirkt durchblutungsfördernd, schmerzstillend, regenerierend, wundheilend und entzündungshemmend.
Bei der Pflege von verhärteten Krusten dagegen zeigt vor allem die Arhama-Salbe, welche Leinöl und Bienenwachs enthält, die beste Wirkung.

Wir danken Frau Joos vielmals für diese hochinteressante und kurzweilige Schulung.

Bürgerbus Rechi in Rechberghausen

An dieser Stelle möchten wir auf das Bürgerbus-Angebot der Gemeinde Rechberghausen aufmerksam machen:

Für derzeit EUR 1,50.- fährt Rechi nach telefonischer Anmeldung an jeden beliebigen Punkt im Ortsgebiet Rechberghausen. Gerade für ältere Bürger oder Leute mit sonstigem Handycap eine mehr als brauchbare Einrichtung, welche natürlich, um sich refinanzieren zu können, auch reichlich genutzt werden sollte!

Für eine kleine Spende ist nun auch das Pflegeteam namentlich auf dem neuen Flyer des Bürgerbusses vertreten. Ursprünglich war eine Beklebung des Busses mit den Sponsoren angedacht, davon wurde nun leider abgesehen…

Anmerken möchten wir noch, dass es eine tolle Sache ist einen Elektro-Bus dafür zu benutzen. In Zeiten von falschen Diesel-Bilanzen, Feinstaubalarmen usw. ist dies ein gutes Signal für die Umwelt!

Scan_Rechi-Flyer

Beschaffung einer Gleitmatte

Neue Gleitmatte für die Patienten des Pflegeteam Östlicher Schurwald.

Für besonders pflegebedürftige oder auch schwere Patienten verfügen wir ab sofort über eine sogenannte Gleitmatte. Durch dieses pflegerische Hilfsmittel wird das Umlagern im Bett für die Pflegenden und den Patienten wesentlich leichter und schmerzfreier.

Gerade in der häuslichen Pflege ist es wichtig sowohl auf die Gesundheit der Mitarbeiter als auch auf das Wohlergehen der Patienten zu achten. Die neu angeschaffte Matte hilft der Pflegerin auch gewichtigere Patienten rückenschonend zu bewegen. Aber auch für den Patienten ist dies ein großer Gewinn, da durch das gleitende Material Druckstellen und Reibungen durch das Umlagern vermieden werden.

Gleitmatte

Spendenübergabe bei der NWZ

Wie im letzten Eintrag angekündigt, wurden die Erlöse des Weihnachtsmarktstandes nun an die „Gute Taten“ der NWZ übergeben.
Ein kleines Foto, ein großer Scheck, und ein netter Artikel diese Woche in der Zeitung sind das Ergebnis. Wir freuen uns sehr darüber und hoffen, dass auch ein relativ kleines Sümmchen dazu beitragen kann, etwas Gutes zu bewirken!

Einen schönen dritten Advent!

s31nwz121214

Hauswirtschafterin gesucht

(10.12.2014: Die Stelle wurde inzwischen besetzt!)

Und wieder einmal wird aufgestockt:

Wir suchen zum baldmöglichsten Zeitpunkt eine neue Kollegin um unsere Abteilung Hauswirtschaft zu entlasten.

Gesucht wird also eine

  • Hauswirtschafterin

in Voll- oder Teilzeit. Der Beruf kann entweder erlernt sein oder Sie bringen einschlägige Erfahrung in diesem Bereich mit.

Der Dienst erfolgt mobil, d.h. beim Patienten daheim. Der Verdienst richtet sich nach Erfahrung und/oder Ausbildung.

Sie sollten einen PKW-Führerschein besitzen und auch mobil sein um an die Arbeitsstätte (Büro des Pflegedienstes in Rechberghausen) zu kommen. Für die Touren von hier aus wird ein Fahrzeug gestellt.

Interesse geweckt? Bei Fragen bitte einfach unter der Telefonnummer auf unserer Kontakt-Seite anrufen, oder gleich eine Bewerbung per Brief oder E-Mail schicken!

Wir freuen uns über jede Anfrage!

„Der Weg zum eigenen Pflegedienst“

Die NWZ stellt in einer Artikel-Reihe Existenzgründer im Raum Göppingen vor und beleuchtet dabei deren Weg zur Gründung der eigenen Firma.
Heute nun war das Pflegeteam dran und allem voran natürlich ging es um die Person der Gründerin und dem Werdegang des Pflegedienstes!

Zu lesen hier (Link zum NWZ-Artikel auf deren Webseite), oder hier (als PDF).

Viele Grüße an die NWZ und herzlichen Dank für den äußerst gelungenen Artikel!